Veranstaltungen aus dem Bezirksverband

Bottrop: Bikernieki - Wald der Toten - Die Deportation von Juden nach Riga, ihre Ermordung und das Gedenken daran

01 Sep '20
30 Nov '20
Ort:
Stadtarchiv Bottrop
Typ:
Ausstellung

Bikernieki - Wald der Toten Die Deportation von Juden nach Riga, ihre Ermordung und das Gedenken daran

In den Jahren 1941 und 1942 wurden mehr als 25.000 Juden in das von deutschen Truppen besetzte Riga deportiert. Es waren überwiegend Frauen, Kinder und alte Menschen. Sie kamen aus zahlreichen Städten des damaligen Deutschen Reiches. Das Ziel der Aktion war zunächst die Konzentration dieser deutschen Juden im Osten und schließlich deren Vernichtung.

In der Ausstellung wird kurz die Geschichte dieser Deportationen und des Massenmordes dargestellt. Es werden die Bemühungen gezeigt nach dem Krieg das Geschehen zu dokumentieren, aufzuarbeiten und in der Öffentlichkeit darüber zu berichten. Verschiedene Aktivitäten zur Erinnerung und Mahnung an das grausame Geschehen folgen. Die Palette reicht von der „Spurensuche“ durch Schülerinnen und Schüler über die bekannten Vorträge des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Winfried Nachtwei bis zur Dokumentation der Namen in dem zweibändigen „Buch der Erinnerung“.

Parallel dazu werden die Bemühungen um die Schaffung und Ausgestaltung einer Gräber- und Gedenkstätte für die Ermordeten im Wald von Riga-Bikernieki dokumentiert. Die Bemühungen verschiedener Seiten bis zu den Überlegungen des Architekten Sergejs Rizs zu einer Gedenkstätte in Riga-Bikernieki finden breiten Raum.

Die Ausstellung zeigt die im Wald von Bikernieki vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. angelegte Gräber- und Gedenkstätte. Der Betrachter kann anhand der Texte und Fotos sehen, wie die tiefgreifenden Überlegungen des Architekten umgesetzt wurden. Heute ist diese Gräber- und Gedenkstätte fester Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur geworden. Der Ort dient, wie alle Kriegsgräberstätten, der Erinnerung und Mahnung.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht dabei das „Deutsche Riga-Komitee“. Dessen Entstehung, Zielsetzung und Aktivitäten bilden den inhaltlichen Schwerpunkt. Das „Deutsche Riga-Komitee“, im Mai 2000 in Berlin gegründet, vereint eine wachsende Zahl deutscher Städte, aus denen die jüdischen Opfer der Deportationen und des Massenmordes stammen. Die Zielsetzung dieses auf Initiative des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gegründeten Komitees ist die dauerhafte Sicherstellung des Gedenkens an die Opfer als Mahnung für die Nachgeborenen. Dies soll durch eine noch breitere Information der deutschen Öffentlichkeit über das damalige Geschehen erfolgen. Die verschiedenen Aktivitäten in den 63 Städten des Komitees wurden durch eine Broschüre und diese Wanderausstellung ergänzt. 

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