Meldungen aus dem Bezirksverband

„Zeitwende 45“ im Rathaus-Foyer

Reken. Angesichts der durch die Corona-Pandemie notwendig gewordenen Einschränkungen und Verhaltensregeln ist es ziemlich ruhig im Eingangsbereich des Rathauses an der Groß Rekener Kirchstraße. Nur hin und wieder und sehr diszipliniert betreten vereinzelte Bürgerinnen und Bürger das Foyer, in dem es in normalen Zeiten ansonsten immer sehr geschäftig und wuselig zugeht.

„Das hat uns aber nicht davon abgehalten, die Volksbund-Ausstellung ‚Zeitwende '45 - Aufbruch in ein neues Europa‘ vor dem Bürgerbüro zu installieren. Gerade heute ist das Thema der keineswegs selbstverständlichen europäischen Friedensordnung enorm wichtig, und bestimmt werden sich einige auf ihre Termine wartende Leute mit den Inhalten der Präsentation beschäftigen“, erläutert Bürgermeister Manuel Deitert, als ihm die bis zum 9. Juni in Reken gastierende Wanderschau am Tag vor Himmelfahrt von Verena Effgen, Bildungsreferentin beim Landesverband NRW des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, übergeben wird.

In einer Rückschau auf das Jahr 1945 zeigt die in sechs Themenfelder strukturierte Ausstellung die europa- und weltweiten politischen Vorstellungen für eine europa- und weltweite Friedensordnung direkt nach dem Zweiten Weltkrieg: Worin wurden historisch die Gründe für den Krieg gesehen? Welche historischen Entwicklungen wurden herangezogen, um Krieg und Holocaust zu erklären? Durch welche Mechanismen, Garantien und Verträge sollten die offensichtlichen Fehler der Friedensschlüsse der Vergangenheit vermieden werden?

Außerdem werden die Entwicklungen bis in die heutige Zeit verfolgt: Wo stehen Bürgerinnen und Bürger in Europa heute? Was erwarten sie von der EU und inwiefern ist ihnen die Begründung der EU aus der Geschichte der Weltkriege bewusst oder wichtig? Neben dem nach dem zweiten Weltkrieg entstandenen „Friedensmodell Europa“ beinhaltet die Exposition auch eine Rückschau auf die Geschichte des Volksbundes, mit dem man - so der Bürgermeister - durch den bevorstehenden Beitritt Rekens zum Deutschen Riga-Komitee in Kontakt gekommen sei. (hh)

Text und Foto: Gemeinde Reken

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