Meldungen aus dem Bezirksverband Münster

Herten ist 19. Mitgliedsstadt des Deutschen Riga-Komitees im Bezirksverband Münster

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges werden die Zweitzeugen immer wichtiger

Herten. Nach dem der Rat der Stadt Herten im Ruhrgebiet sich bereits im Frühjahr 2014 dafür entschieden hatte dem vom Volksbund initiierten Deutschen Riga-Komitee beizutreten, fand nun die offizielle Beitrittsveranstaltung statt. Der Bürgermeister Dr. Uli Paetzel und der Bezirksvorsitzende/ Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke waren dazu in das Städtische Gymnasium gekommen.

Die Unterzeichnung der Urkunde fand in der Schule statt, da der Förderverein der Schule dafür gesorgt hatte den einmaligen Betrag von 2.000 Euro zusammenzubringen. Der Betrag wurde inzwischen bereits genutzt um auf der zentralen Gedenkstätte des Städtebündnisses (www.riga-komitee.de) im Wald von Riga-Bikernieki einen schwarzen Granitstein mit dem Namen der Stadt zu verlegen. Der Gedenkstein soll an die Opfer der Shoah erinnern, die im Winter 1941/42 aus ihrer Heimat ins 1.700 km entfernte Riga deportiert und dort in ihrer überwiegenden Zahl ermordet wurden.

Beeindruckender Programmpunkt der Beitrittsveranstaltung war sicherlich ein Vortrag einer Gruppe von Schülerinnen und Schüler, die für ihr Geschichtsprojekt gerade von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet wurden (www.denktag.de/2014zweitzeugen/unser-projekt/). Die Schülerinnen und Schüler der Gruppe legten für jeden einzelnen Menschen, der seiner Zeit von Herten nach Riga deportiert wurde einen Stein auf der Bühne der Schulaula nieder und schlossen dabei auch die Menschen mit ein, die ursprünglich in Herten gelebt hatten bzw. die hier geboren wurden.

Die Schülerinnen und Schüler unterstrichen mit Ihrem Vortrag nochmals das große Engagement der Schule im Bereich der Erinnerungs- und Gedenkkultur in der Stadt sowie die Bedeutung von Zweitzeugen für das Wachhalten der damaligen Verbrechen. Mit dem Begriff der Zweitzeugen werden Personen bezeichnet, die ohne eigene Kriegserfahrung ihr durch das Gespräch mit unmittelbaren Zeitzeugen erworbenes Wissen von Krieg und Shoah an nächste Generationen weitergeben, wenn es keine Zeitzeugen mehr geben wird.

Foto: Nele Landero

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