DIE SHOAH IM COMIC

Am Beispiel der Anthologie „Aber ich lebe“

Vortrag und Gespräch mit Dr. Véronique Sina (Dortmund)

Moderation: Andreas Determann (Münster)

Ort: Saal der Villa ten Hompel und online über Zoom

Die im Juli 2022 erschienene Anthologie „Aber ich lebe“ versammelt drei Kurzcomics aus der Feder unterschiedlicher Künstler*innen, die sich mit den Schrecken der NS-Zeit auseinandersetzen. Dabei fokussieren sie die Erlebnisse von Zeitzeug*innen, die die Shoah als Kinder er- und überlebt haben. In ihrem Vortrag widmet sich Véronique Sina diesen ‚nachträglichen‘ Bildern der Shoah im Comic und geht dabei dem Spannungsfeld von (Auto-)Biografie, -fiktion und memoirischer Erzählung genauso nach, wie der Frage nach der künstlerisch-medialen Repräsentation der Shoah. Wie wird im Medium Comic mit der Darstellung des (Un-)Darstellbaren umgegangen? Welches formal-ästhetische Instrumentarium bietet der Comic, um Leerstellen zu füllen und Trauma und Erinnerung ‚aus zweiter Hand‘ visualisier- und greifbar zu machen?

Dr. Véronique Sina ist Film- und Medienwissenschaftlerin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt, wo sie seit Oktober 2022 das von der DFG geförderte Projekt „Queering Jewishness – Jewish Queerness“ durchführt. Sie forscht zu Gender Media Studies, Queer Theory, Medienästhetik, Jewish Visual Cultural, Holocaust Studies, Antisemitismus und (audio-)visuelle Medien sowie Comic‐, Film- und Intersektionalitätsforschung.

In Kooperation mit: 

Evangelisches Forum Münster, Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalarbeitsgruppe Münsterland e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V., LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Westfalen-Lippe

Veranstaltungshinweise:

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

 

Abbildung: CC-BY-SA-4.0; Element NRW-Karte: TUBS, wikimedia commons.

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