Meldungen aus dem Bezirksverband Münster
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Perspektiven zum Frieden

Vier jahre Krieg in der Ukraine: Ausstellung des Volksbundes und Podiumsdiskussion

Das Foto zeigt 8 Plakate der 16-teiligen-Plakatausstellung des Volksbundes „Wege zum Frieden: Kriegsfolgen und Friedensprozesse“ in der ersten Etage der Volkshochschule Münster. Im Vordergrund ist ein Flyer der Volkshochschule zu sehen.

Die aktuelle Plakatausstellung des Volksbundes „Wege zum Frieden“ wird bis zum 26. Februar 2026 in der ersten Etage der VHS Münster gezeigt. Jens Effkemann

Münster. Das Drei-Jahres-Schwerpunktthema des Volksbundes „Wege zum Frieden – Friedensprozesse, Friedensschlüsse und Kriegsfolgen“ ist nicht nur im Hinblick auf das besondere Gedenken zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges im letzten Jahr von Relevanz. Angesichts von vier Jahren Krieg in der Ukraine stellt sich die Frage nach den Perspektiven zum Frieden aktueller denn je. Daher zeigt der Volksbund seine Wanderausstellung zum Thema zurzeit und noch bis zum 26. Februar 2026 in der ersten Etage der VHS Münster. Neben der Ausstellung bietet der Volksbund gemeinsam mit der Volkshochschule und dem Friedensbüro der Stadt am Dienstag, 24. Februar 2026 um 19 Uhr zudem eine Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Gästen zu dem Thema an. Lesen Sie dazu die folgende Ankündigung der VHS Münster und kommen Sie vorbei.

Titel der Veranstaltung: Perspektiven zum Frieden

Datum: Dienstag, 24. Februar 2026 um 19 Uhr

Ort: VHS-Forum, Aegidiistraße 70, 48143 Münster

„Seit vier Jahren wird auf dem Europäischen Kontinent wieder Krieg geführt. Und trotz der Tatsache, dass global fortwährend kriegerische Auseinandersetzungen stattfanden und stattfinden, vertrauten Menschen in Europa, nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges, weitestgehend auf Frieden als Normalzustand - bis zu dem Angriff Russlands auf die Ukraine. 
Solange Menschen miteinander leben und (ver-)handeln, gab es immer Konflikte und mussten und müssen Voraussetzungen für ein gewaltfreies Zusammenleben ausgehandelt werden. Wann Frieden ist und wie dieser zu erreichen und zu erhalten ist, war und wird immer aus verschiedenen Perspektiven gesehen werden (müssen) und die Geschichte lehrt uns, dass Wege zum Frieden nicht immer einheitlich sind.

Um einen Blick auf verschiedene Perspektiven zum Frieden zu erhalten, haben die Veranstalter vier Podiumsgäste eingeladen, die zunächst ihre Perspektive zum Frieden in einem kurzen Impuls darstellen werden und im Anschluss im Podium darüber miteinander in den Austausch gehen werden. 

Oberbürgermeister Tilmann Fuchs wird ein Grußwort sprechen. Die Moderation des Podiumsgesprächs übernimmt Dr. Susanne Eichler
Das Publikum wird auch Gelegenheit erhalten Fragen zu stellen. 

Zu den Podiumsteilnehmer*innen: 
Prof. Dr. Georg Albers ist Professor für Soziale Arbeit und Politikwissenschaft an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen am Standort Münster. Seine akademische Arbeit fokussiert sich auf Konfliktforschung, Sozialpolitik und Internationalisierung der Sozialen Arbeit. Neben seiner Lehrtätigkeit war Albers in internationalen Einsätzen aktiv: So arbeitete er von 2016 bis 2019 für die OSZE-Beobachtungsmission in der Ukraine und in weiteren politischen Beratungsfunktionen im Ausland. Als ausgebildeter Mediator bringt er praxisnahe Erfahrungen in Forschung, Lehre und Konfliktbearbeitung in seine Lehrveranstaltungen ein.

Jens Arlt ist Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr und seit April 2025 Deputy Chief of Staff Operation and Training im I. Deutsch-Niederländisches Corps in Münster.
Brigadegeneral Jens Arlt (*30. März 1969 in Hannover) ist ein deutscher Offizier des Heeres der Bundeswehr. Er absolvierte seinen Dienst als Offizier nach der Wehrpflicht und durchlief zahlreiche Verwendungen, unter anderem beim Kommando Spezialkräfte, im Bundesministerium der Verteidigung und im I. Deutsch-Niederländischen Corps. Lange Zeit war er Kommandeur der Luftlandebrigade 1. Besonders bekannt wurde er als Leiter der deutschen Evakuierungsoperation in Kabul im August 2021, bei der er unter schwierigen Bedingungen tausende Menschen in Sicherheit brachte und hierfür mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde.

Vanessa Vohs, LL.M. (LSE) ist Politikwissenschaftlerin, Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Bundeswehr München. Sie ist im Projekt AI4DEF - Artificial Intelligence for Defence eingebunden und promoviert dort zu sicherheits- und verteidigungspolitischen Fragestellungen, insbesondere zur strategischen Rolle des Völkerrechts im Kontext moderner Technologie und Verteidigung. Vor ihrer Tätigkeit an der Bundeswehr Universität war Vohs unter anderem als Forschungsassistentin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) tätig, wo sie sich mit der Regulierung autonomer Waffensysteme befasste. Sie verfügt über einen LL.M. (Master of Laws) in Völkerrecht von der London School of Economics and Political Science (LSE) und hat internationale Erfahrungen aus Studien- und Forschungsaufenthalten gesammelt.

Juliane Brüggemann Schulleiterin i. R., seit den 1980er Jahren aktiv in der Friedensbewegung, Mitorganisatorin zahlreicher Protestveranstaltungen gegen den Krieg, u.a. die Friedensketten zwischen Münster und Osnabrück, Vorsitzende des Vereins Alternativer Westfälischer Friedenspreis e.V. und stellvertretende Vorsitzende der Friedensinitiative in Münster e.V.“

Kooperationspartner*innen: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und Friedenbüro Münster

Entgeltfrei, um Anmeldung per Telefon 02 51/4 92-43 21 oder Mail vhs@stadt-muenster.de wird gebeten.

Text: VHS Münster

Foto: Jens Effkemann